Alto Madness - Peter King & Benjamin Herman

with the Rein de Graaff Trio

Konzert #153

Mittwoch, 29. Februar 2012, 20 Uhr

Peter King - Altsaxophon
Benjamin Herman - Altsaxophon
Rein de Graaff - Klavier
Marius Beets - Kontrabass
Eric Ineke - Schlagzeug

Zu den häufigsten Gästen von "Jazz live im Speicher" gehört der niederländische Pianist Rein de Graaff. Immer mit ihm dabei: Bassist Marius Beets und Schlagzeuger Eric Ineke. Und immer waren die Auftritte des Trios sehr spezielle, kam es doch nie nur zu dritt. Mit beeindruckender Regelmäßigkeit gelingt es Rein de Graaff, seine langjährige Band um namhafte Musikerpersönlichkeiten zu erweitern und mit diesen auf Tour zu gehen. In den Kulturspeicher brachte er so die Jazzgrößen Lew Tabackin (2000), John Marshall und Herb Geller (2002), Frank Morgan (2003), Lee Konitz (2006) und Sonny Fortune (2009).

 

Mit dabei sind diesmal Peter King und Benjamin Herman, zwei brillante Saxophonisten des europäischen Jazz und zugleich Vertreter verschiedener Musikergenerationen.

Peter King wurde 1940 im englischen Kingston-upon-Thames geboren. Für viele sei er "der beste Altsaxophonist der Insel", heißt es in einem aktuellen Jazzlexikon. Gespielt hat er u.a. mit Max Roach, Zoot Zims, Elvin Jones, Bud Powell, Lalo Schifrin und Colin Towns. Er arbeitete für Anita O'Day, Ray Charles und Charlie Watts, begleitete gar Marlene Dietrich und war im Studio mit der Popband Everything But The Girl.

Der 1968 geborene Benjamin Herman lebt in den Niederlanden und mag den Jazzaficionados durch sein New Cool Collective bekannt sein. Er spielte mit den holländischen Freigeistern Misha Mengelberg und Han Bennink, ist aber auch populäreren Klängen sehr zugetan. So arbeitete er etwa mit dem Sänger und Gitarristen Paul Weller. Hermans Diskographie umfasst mittlerweile an die 100 Titel, darunter der Longplayer "The Itch", der 2005 von der Zeitung "Volkskrant" zum besten holländischen Jazzalbum des Jahres gekürt wurde.

Bei ihrem Auftritt in Leer konzentrieren sich King und Herman auf das Altsaxophon. Beide sind von diesem Instrument regelrecht besessen, und so ist "Alto Madness", das von Rein de Graaff gewählte Konzertmotto, passend wie kein anderes. Wie fast immer, wenn er mit seinem Trio und befreundeten Musikern anreist, ist das Gastspiel im Kulturspeicher noch in anderer Hinsicht ein besonderes: Es ist das einzige des Quintetts in Deutschland.