Dekorationsbild: Kursleiterin mit Teilnehmern, Gebäude einer Volkshochschule
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Ostfriesische Spielebräuche in der Haneburg

( ab 14.09.2018, 19.00 Uhr, Haneburg, Saal II )

Was wäre das Leben ohne Spiele?

Lust auf einen Spieleabend? Wir treffen uns regelmäßig in der Haneburg. Beim Spieleabend werden neue Spiele ausprobiert oder bekannte Spiele
in lockerer Umgebung gespielt. Vorkenntnisse sind nicht nötig. Ob anspruchsvolle Spiele, kurze Spiele, einfache Spiele, Party Spiele - bei uns wird alles gespielt - Hauptsache es macht Spaß! Natürlich können auch eigene Spiele mitgebracht werden. Schauen sie rein – wir freuen uns.

Infos und aktuelle Termine finden sie im Internet unter:
www.spielefreunde-leer.de

Wir spielen! (JVHS)

(Hesel, ab 20.10.2018, 15.00 Uhr, Hesel, Villa Popken, Leeraner Str. 1 )

4. Spielenachmittag in Kooperation mit "Spölen & Proten Hesel"
An diesem Nachmittag wollen wir in lockerer Atmosphäre Spaß haben. Und Spielen macht Spaß, lenkt von allerlei ab und stärkt die Gemeinschaft. Es können auch Spiele mitgebracht werden. So soll auch für Jede/n etwas dabei sein.

Jazz: Fish-Scale Sunrise

( ab 21.10.2018, 20.00 Uhr, Kulturspeicher, Wilhelminengang )

Ab Baars - tenor sax, clarinet, shakuhachi
Kaja Draksler - piano
Joe Williamson - double bass

Fish-Scale Sunrise - was für ein schöner und zugleich neugierig machender Name für eine Jazzband. Benannt hat sich das mit Tenorsaxofon, Klarinette, der japanischen Bambusflöte Shakuhachi, Klavier und Kontrabass ungewöhnlich instrumentierte Trio um den Niederländer Ab Baars nach einem Gedicht des US-amerikanischen Lyrikers und Essayisten Wallace Stevens (1879-1955). Die schlagzeuglose Besetzung bietet Baars ein neues, weil anderes Spektrum musikalischer Ausdrucksmöglichkeiten zwi-schen Komposition und Improvisation. Dem Bass wird dabei ein besonderer Platz im Gesamtsound zugewiesen, die Musik insgesamt aus gängigen Jazz-Idiomen herausge-löst.

Ab Baars, der - erstaunlich genug! - zum ersten Mal in der Leeraner Konzertreihe auf-treten wird, gehört zu den Urgesteinen der freien Improvisationsmusik in den Niederlan-den. Viele werden seinen Namen in Verbindung bringen mit dem wunderbaren ICP Or-chestra, einige vielleicht auch mit dem Quartett Assemblée, das er zusammen mit Luc Ex, Ingrid Laubrock und Hamid Drake bildet. Daneben leitet er eigene Ensembles und tritt gern auch als Soloperformer auf. Obwohl er selten wiedererkennbare Songformen und durchgehende Rhythmen benutzt, bleibt seine Musik, die er oft auf ihre Essenz re-duziert, stets zugänglich nachvollziehbar.

Wie Baars kommt auch seine Triokollegin, die Pianistin Kaja Draksler, zum ersten Mal nach Leer. Es waren vor allem Solokonzerte, mit der die in Slowenien geborene, in Ams-terdam lebende Musikerin international auf sich aufmerksam machte. Das 2013 auf dem Label Clean Feed erschienene Pianosoloalbum »The Life Of Many Others« tat ein Übri-ges. Auf dem Berliner JazzFest 2017 gehörte das Konzert eines Trios mit ihr, dem Schlagzeuger Christian Lillinger und dem Bassisten Petter Eldh zu den Highlights.

Komplettiert wird Fish-Scale Sunrise durch Joe Williamson. Geboren im kanadischen Vancouver, lebte der Bassist für längere Zeiten in London, Berlin, Amsterdam und Stockholm, wo er in den jeweiligen Improvisations-Szenen schnell zu einem namhaften Akteur wurde. Williamson, der auch als Songschreiber, Zeichner, Sänger, Gitarrist und Komponist künstlerisch arbeitet, liebt den dunklen hölzernen Klang seines Instruments über alles. Im Unterschied zu Baars und Draksler ist der Bassist schon in Leer aufgetre-ten. Zu erleben war er im Kulturspeicher als Mitglied des Trios Booklet um Tobias Delius.

Zu jung für alt! - Vom Aufbruch in die Freiheit nach dem Berufsleben

( ab 24.10.2018, 20.00 Uhr, Stadtbibliothek Leer, Wilhelminengang 2 )

Lesung in Kooperation mit der Stadtbibliothek Leer und VHS Leer
"Was geht da noch?" fragt sich der Autor Dieter Bednarz, als ihm sein Arbeitgeber anbietet, früher aufzuhören. Und seine Frau ihm eine Rentner-Karte kauft. In einer Lesung beschreibt er umfassend die beruflichen und privaten Wechseljahre, die Männern wie Frauen immer öfter bereits mit Ende 50, Anfang 60, zu schaffen machen: wenn die sogenannte Karriere ein nicht selten jähes Ende nimmt und die erste Renten-Hochrechnung Ängste vor baldiger Altersarmut. "Zu jung für alt!" ist ein ebenso heiterer wie nachdenklicher Apell zum Aufbruch in die große, unbekannte Freiheit nach dem Berufsleben.

Jazz: Escalator

( ab 03.11.2018, 20.00 Uhr, Kulturspeicher, Wilhelminengang )

Ken Vandermark - tenor sax, clarinet
Mark Tokar - double bass
Klaus Kugel - drums

Gerade mal einen Monat nach dem Auftritt des Quartetts Made to Break ist der US-Musiker Ken Vandermark erneut im Kulturspeicher zu Gast. Präsentieren wird er das noch recht junge Trioprojekt Escalator, das 2016 auf einem Festival in Breslau sein erstes Konzert gab.

Im Trio Escalator spielt Vandermark ausschließlich mit Musikern aus Europa zusammen: Bassist Mark Tokar lebt in der Ukraine. Dort gilt er als der profilierteste Musiker im Spannungsfeld von Neuer Musik, Improvisation und Jazz. Zweiter Europäer im Trio ist der deutsche Schlagzeuger Klaus Kugel. Er wird weltweit geschätzt als ein Schlagwerker, der aufgrund seiner leichthändigen und einfühlsamen Spielweise jedes Ensemble veredeln kann. In der Leeraner Konzertreihe war er bereits einmal zu erleben, als Mitglied im Ganelin Trio. Kugel, der sein Drumset häufig um eine Vielzahl von filigranen Klang- und Perkussionsvarianten erweitert, machte außerdem durch Projekte mit Karl Berger, Tomasz Stanko, Charlie Mariano, Bobo Stenson, Roy Campbell, Kenny Wheeler, Charles Gayle oder Joe McPhee von sich reden.

Zu guter Letzt Ken Vandermark selbst. Was wäre noch zu sagen, was nicht schon im Zusammenhang mit Made to Break über ihn zu lesen ist? Seit knapp drei Jahrzehnten steht er für einen avantgardistischen Jazz, der seine Zuhörerschaft immer wieder neu mit ungewöhnlichen musikalischen Improvisationen und Bandkonstellationen zu überraschen weiß. Mittlerweile findet man seinen Namen auf über 100 Alben mit mehr als 40 Ensembles, vom legendären NRG Ensemble über die glorreichen Vandermark 5 bis hin zu den beiden Formationen, mit denen er sich in diesem Herbst in Leer präsentieren wird.

Die explosive Musik von Vandermark, Tokar und Kugel entsteht im spontanen Spiel, in einer ineinander fließenden Kommunikation von direkten Ideen und abgeklärter Spielkunst. Zwei CDs hat das Trio bis jetzt veröffentlicht. Dem Debüt »Escalator« aus dem Jahr 2017 folgte kürzlich das Album »No-Exit Corner«.

Jazz: Digital Primitives

( ab 02.12.2018, 20.00 Uhr, Kulturspeicher, Wilhelminengang )

Cooper-Moore - homemade string instruments, flute, vocal
Assif Tsahar - tenor sax, bass clarinet
Chad Taylor - drum

Wer eines ihrer Alben kennt oder sie in einem Internet-Video entdeckt hat, wird viel-leicht nach stilistischen Schubladen gesucht haben. Ist das noch Jazz? Ist das instru-mentaler Avantgarde-Rock oder vielleicht doch eher eine eigenwillige Variante amerika-nischer Roots Music? Fragen, die sich die Digital Primitives wahrscheinlich nie gestellt haben, aber dennoch helfen können, der unkonventionellen Musik des Trios näher zu kommen.

Kopf und treibende Kraft der Band ist der Musiker, Musikpädagoge und Multimedia-Künstler Cooper-Moore, geboren 1946 in Virginia als Gene Y. Ashton. Als exzellenter, dem freien Jazz nahe stehender Pianist spielte und spielt er mit David S. Ware, William Parker, Susie Ibarra und vielen anderen mehr. Getrieben wird er aber noch von einer anderen Leidenschaft: dem Bauen und Spielen von ungewöhnlichen Instrumenten. Und genau dieses Faible kann er mit den Digital Primitives grenzenlos ausleben. Ne-ben sich hat er dafür die idealen Partner, den in Tel Aviv aufgewachsenen Holzbläser Assif Tsahar sowie den US-Schlagzeuger Chad Taylor.

Im Trio mit Tsahar und Taylor lässt Cooper-Moore das Klavier außen vor. Zum Einsatz bringt er statt dessen ein bundloses Banjo, eine Mundvioline und andere seiner selbst-gebauten Instrumente. In Verbindung mit dem zwischen Tradition und Free Jazz wan-dernden Saxofon von Tsahar und Taylors dynamischer Schlagwerkkunst entsteht eine Musik voller Dramatik, Überraschungen, Spiel- und Lebensfreude. Sie ist tief verwurzelt in den Traditionen von Jazz, Funk und Blues, setzt diese aber in einem sehr freien Ver-ständnis neu zusammen.

Viel Lob erntete das Trio für seine Studioalben. »Hum, Crackle & Pop«, erschienen 2009, ist vielleicht das gelungenste und enthält u.a. eine wundervolle Bearbeitung des Songklassikers »Somewhere Over The Rainbow«.

Nach einem fulminanten Auftritt im April 2012 kommt das Trio zum zweiten Mal nach Leer.

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