SKEIN 4

Konzert #218
Sonntag, 13. Mai 2018, 20.00 Uhr

Achim Kaufmann – Klavier
Frank Gratkowski – Altsaxofon, Klarinette, Bassklarinette
Wilbert de Joode – Kontrabass
Tony Buck – Schlagzeug

2002 trafen sich der Pianist Achim Kaufmann, der Saxofonist und Klarinettist Frank Gratkowski und der Kontrabassist Wilbert de Joode zu einem Auftritt in einem kleinen Club in Amsterdam. Daraus wurde mehr, aus einem einmaligen Abend ein in Abständen regelmäßig spielendes Improvisationstrio der Extraklasse. Dokumentiert ist dessen sich im Verlauf der Jahre immer tiefer und reicher entwickelnde Musik auf inzwischen fünf CDs. Zur Biografie des deutsch-niederländischen Trios gehören außerdem zwei erfolgreiche Tourneen in Nordamerika, inklusive Festivalauftritte in Chicago und Seattle.

Kaufmann, Gratkowski und de Joode machen Musik aus dem Moment heraus. Richtig geprobt wird nicht. »It's like nothing you've ever heard«, schrieb ein Kritiker. Und ein anderer meinte: »What an amazing band! I agree that they're one of the best working groups in improvised music right now.« Jedes Mal, wenn sie auftreten, kreieren sie eine neue Welt. Nicht was ihre Musik, aber ihre absolut offene Herangehensweise betrifft, werden sie verglichen mit dem Schlippenbach Trio oder auch mit dem Trio Evan Parker/Barry Guy/Paul Lytton.

Zur Feier des 10-jährigen Bestehens gaben Kaufmann, Gratkowski und de Joode 2013 mehrere Konzerte in Sextett-Besetzung. Dazu eingeladen hatten sie die südkoreanische Cellistin Okkyung Lee, den Waliser Richard Barrett, der Elektrosounds in das improvisatorische Geschehen einbrachte, sowie den australischen Schlagzeuger Tony Buck. Zusammen nannte man sich SKEIN. Den Auftritt des Sextetts in Mannheim veröffentlichte das Label Leo Records 2014 auf CD.

SKEIN 4 sind eine Variante jener Sechser-Formation, die Erweiterung des Trios um den Schlagzeuger Tony Buck. Bekannt wurde Buck vor allem durch das australische Pianotrio The Necks, das seit drei Jahrzehnten in der Welt der radikalen Improvisationsmusik Glanzpunkte setzt.

»Improvisierte Musik in kompromissloser Form«, »verwegen« und »bissig«, hieß es zu den Auftritten des Sextetts SKEIN. Von SKEIN 4 ist eine ähnliche Schonungslosigkeit zu erwarten.