KAZE

Konzert #219
Freitag, 25. Mai 2018, 20.00 Uhr

Christian Pruvost – Trompete
Natsuki Tamura – Trompete
Satoko Fujii – Klavier
Peter Orins – Schlagzeug

Schon die Instrumentierung des Quartetts - Klavier, Schlagzeug, zwei Trompeten, kein Bass - lässt aufhorchen. Sie ist derart ungewöhnlich, dass man die Band schon allein deswegen lieben müsste. Um solche vorschnellen Zuneigungen ging es der japanischen Pianistin und Komponistin Satoko Fujii allerdings wohl nicht, als sie die mit doppeltem Blech besetzte Band KAZE formierte. In der Welt der improvisierten Musik gehört sie seit den 1990er-Jahren zu den ganz großen Stimmen. Das japanisch-französische Quartett KAZE ist deshalb zunächst einmal eine weitere musikalische Bewegung in Fujiis ewiger Suche nach bisher nicht ausprobierten Ausdrucksmöglichkeiten.

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SKEIN 4

Konzert #218
Sonntag, 13. Mai 2018, 20.00 Uhr

Achim Kaufmann – Klavier
Frank Gratkowski – Altsaxofon, Klarinette, Bassklarinette
Wilbert de Joode – Kontrabass
Tony Buck – Schlagzeug

2002 trafen sich der Pianist Achim Kaufmann, der Saxofonist und Klarinettist Frank Gratkowski und der Kontrabassist Wilbert de Joode zu einem Auftritt in einem kleinen Club in Amsterdam. Daraus wurde mehr, aus einem einmaligen Abend ein in Abständen regelmäßig spielendes Improvisationstrio der Extraklasse. Dokumentiert ist dessen sich im Verlauf der Jahre immer tiefer und reicher entwickelnde Musik auf inzwischen fünf CDs. Zur Biografie des deutsch-niederländischen Trios gehören außerdem zwei erfolgreiche Tourneen in Nordamerika, inklusive Festivalauftritte in Chicago und Seattle.

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Tori Freestone Trio

Konzert #216
Samstag, 10. März 2018, 20.00 Uhr

Tori Freestone – Tenorsaxofon
Dave Manington – Kontrabass
Tim Giles – Schlagzeug

Jazz aus Großbritannien ist in der Reihe »Jazz live im Speicher« deutlich unterrepräsentiert. Viele Musikerinnen und Musiker aus den Improvisationsszenen jenseits des Kanals sind hierzulande kaum oder gar nicht bekannt. Dabei bietet die Insel weit mehr als Britpop und Folk. Hand aufs Herz, auch wenn sie schon in Deutschland aufgetreten ist: Wer kennt Tori Freestone? Zeit also, um für ein wenig Abhilfe zu sorgen.

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Basement Research

Konzert #217
Donnerstag, 19. April 2018, 20.00 Uhr

Gebhard Ullmann – Tenorsaxofon, Bassklarinette
Julian Argüelles – Baritonsaxofon
Steve Swell – Posaune
Pascal Niggenkemper – Kontrabass
Gerald Cleaver – Schlagzeug

Beide arbeiten transatlantisch, pendeln zwischen Europa und den USA, sind einflussreiche Komponisten und spielen zum Teil auch noch die gleichen Instrumente. Ob Gebhard Ullmann damit das deutsche Äquivalent zu Ken Vandermark aus Chicago ist, wie ein Kritiker anlässlich der Rezension des Albums »Hat And Shoes« von Ullmanns Quintett Basement Research schrieb, sei trotzdem dahingestellt. Vergleichbar sind sie allerdings in einem anderen Punkt: Unruhe als Arbeitsprinzip.

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Die Hochstapler

Konzert #215
Sonntag, 25. Februar 2018, 20.00 Uhr

Pierre Borel – Altsaxofon
Louis Laurain – Trompete
Antonio Borghini – Kontrabass
Hannes Lingens – Schlagzeug

»Avancierter Jazz, der auf spontanen Dialog setzt«, war in der taz zu lesen. Was damit dem französisch-italienisch-deutschen Quartett Die Hochstapler attestiert wird, ist allerdings keine Himmelsgabe, die der Band einfach so zugefallen ist.

Die Hochstapler sind seit 2010 aktiv. Ihre Kompositionen und Konzepte entwickeln sie gemeinsam in intensiven Probephasen. Texte von Samuel Beckett und Jack Kerouac, Kartenspiele, Alphabete und mathematische Strukturen gehören zu diesem Banddiskurs genauso wie die Beschäftigung mit Jazzgrößen wie Ornette Coleman oder Anthony Braxton. Derart werden Grundlagen geschaffen, auf denen die eigene Musik ins Offene streben kann. Im Konzert wird nie ein Stück oder Konzept genauso angewandt wie am Abend zuvor, keine Verabredung hat absolute Gültigkeit. Das Publikum nimmt teil am Entstehungsprozess einer in gleichem Maße improvisierten wie komponierten Musik.

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