vhs Leer startet mit 601 Angeboten ins neue Semester
Sprachprüfungen gewinnen an Bedeutung
601 Kurse und Veranstaltungen, 153 neue Angebote und ein wachsender Bedarf an anerkannten Sprachnachweisen: Beim Pressegespräch zum neuen Semester stellte die Volkshochschule Leer nicht nur ihr aktuelles Bildungsprogramm vor, sondern rückte auch ihre Bedeutung als Sprachprüfungszentrum für die Region in den Mittelpunkt.
153 neue Angebote im Semesterprogramm
Mit insgesamt 601 Kursen und Veranstaltungen startet die vhs Leer in das neue Semester. 153 Angebote sind neu. Das Programm reicht von Sprachen, Gesundheit und Kultur über berufliche Weiterbildung bis hin zu Digitalisierung und Angeboten für unterschiedliche Altersgruppen.
Ein Highlight ist die Rückkehr von Chinesisch ins Sprachkursprogramm. „Wir haben schon länger nach einem geeigneten Dozenten gesucht und freuen uns, dass wir Chinesisch nun endlich wieder anbieten können. Jetzt hoffen wir natürlich auf viele Anmeldungen“, sagt Marion Weber, Fachbereichsleiterin für den Programmbereich Sprachen.
Neu ist außerdem eine Workshopreihe für angehende und erfahrene Führungskräfte. Im Mittelpunkt stehen Herausforderungen aus dem Führungsalltag – beispielsweise die erfolgreiche Kommunikation im Team sowie das frühzeitige Erkennen und konstruktive Bearbeiten von Konflikten.
Auch für Seniorinnen und Senioren gibt es wieder zahlreiche Angebote. Dazu gehören unter anderem ein Einstieg in die Welt der KI-Anwendungen ChatGPT und Gemini sowie das bewährte EDV-Café. Damit möchte die vhs insbesondere älteren Menschen ermöglichen, aktuelle digitale Entwicklungen kennenzulernen, auszuprobieren und Berührungsängste abzubauen.
Vom Sprachkurs zum anerkannten Nachweis
Einen zweiten Schwerpunkt des Pressegesprächs bildete ein Bereich, der öffentlich weniger sichtbar ist, für viele Menschen aber eine große Bedeutung hat: die Sprachprüfungen.
Wer eine Ausbildung beginnen, eine Beschäftigung aufnehmen, einen Berufsabschluss anerkennen lassen oder sich einbürgern lassen möchte, benötigt häufig einen offiziellen Nachweis seiner Deutschkenntnisse. Die vhs Leer ist deshalb nicht nur Anbieter von Sprachkursen, sondern zugleich anerkannte Prüfungsstelle für unterschiedliche Sprach- und Einbürgerungsprüfungen. Wie wichtig Deutschkenntnisse insbesondere für den Arbeitsmarkt sind, zeigen Erkenntnisse des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB): 57 Prozent der Betriebe erwarten bei Neueinstellungen mindestens Deutschkenntnisse auf dem Niveau B2.
„Sprachprüfungen sind weit mehr als der Abschluss eines Sprachkurses. Ein anerkanntes Zertifikat kann entscheidend dafür sein, ob der nächste Schritt in Ausbildung oder Beruf möglich wird“, betont Ursula Behrends, zuständig für den Fachbereich Integration an der Volkshochschule Leer.
VHS als Prüfungszentrum für die Region
Als anerkannte Prüfungsstelle führt die vhs Leer unter anderem den Deutsch-Test für Zuwanderer (DTZ), telc-Prüfungen sowie den Deutsch-Test für den Beruf (DTB) durch. Die Sprachkenntnisse werden auf Grundlage des Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmens für Sprachen (GER) eingeordnet. Dieser unterscheidet sechs Niveaustufen von A1 bis C2.
Im vergangenen Jahr führte die Volkshochschule insgesamt 532 Sprachprüfungen durch. „Damit ist der Prüfungsbereich ein wichtiger Bestandteil des Bildungsangebots der vhs Leer“, betont Sabine Kasimir, Volkshochschulleiterin.
Die Prüfungen stehen dabei nicht nur Teilnehmenden der eigenen Integrations- und Berufssprachkurse offen. Auch externe Interessierte können ihre Sprachkenntnisse an der vhs Leer prüfen und zertifizieren lassen.
„Mit unseren Sprachprüfungen unterstützen wir Menschen dabei, ihre Sprachkenntnisse offiziell nachzuweisen und ihren Bildungs- oder Berufsweg weiterzugehen“, unterstreicht Behrends.
Die Volkshochschule leistet somit einen wichtigen Beitrag zur Integration und zur Fachkräftesicherung im Landkreis Leer.
Auf dem Foto v.l.: Sabine Kasimir, Volkshochschulleiterin, Marion Weber, Fachbereichsleiterin für Sprachen, Kultur und Gesellschaft, Doris Ulfers-Brandt, Vorstandsvorsitzende, Hermann Koenen, stellvertretender Vorsitzender, Ursula Behrends, Fachbereichsleiterin für Integration und Teilhabe sowie Juliane Blech, zuständig für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
